Vorteil der Methode:
Gezielte Schmerzausschaltung an den schmerzleitenden Nervenfasern der Wirbelgelenke ermöglicht, dass effektive muskelstabilisierende Maßnahmen durchgeführt werden können, die eine anhaltende Stabilisation der Wirbelsäule ermöglichen.
Behandlungsprinzip:
Die Facettenkoagulation ist ein Behandlungsverfahren bei dem schmerzleitende Nervenäste im Bereich der Wirbelgelenke mittels Hitze oder Kälte verödet werden. Es kommt nicht zur Zerstörung dieser Nervenäste, sondern durch die Wärme- oder Kälteeinwirkung wird die Schmerzleitungsfähigkeit dieser Nervenäste herabgesetzt.
Bei welchen Krankheitsbildern wird eine Facettenkoagulation durchgeführt:
Bei Schmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich, die ihren Ursprung im Verschleiß der Wirbelgelenke haben, wird diese Behandlung durchgeführt. Selbst bei lang anhaltenden und chronischen Schmerzen kann eine wesentliche Schmerzreduzierung erreicht werden.
Technik:
Nach gezielter Schmerzausschaltung mit einem Lokalanästhetikum an den Wirbelgelenken unter Sichtkontrolle muss es zu einer vorübergehenden deutlichen Schmerzlinderung bis Beschwerdefreiheit kommen . Damit ist der Entstehungsort der Schmerzen an den Wirbelgelenken als Grundlage für die durchzuführende Facettenkoagulation bewiesen.
Unter dem Durchleuchtungsgerät werden feine Sonden (0, 4mm) an die schmerzleitenden Nervenäste gebracht, die Sondenspitze wird erwärmt und damit die Leitfähigkeit des Nervenastes unterbrochen.
Es handelt sich um eine Langzeitblockade der schmerzleitenden Nervenfasern.
Die Wirkung hält erfahrungsgemäß 6-12 Monate an. Der Eingriff lässt sich , falls notwendig, problemlos wiederholen.