Unter Knorpeltherapie versteht man ein biologisches Therapieprinzip zur Verbesserung der Puffer-und Gleitfunktion des Gelenkknorpels durch Zuführung biologischer Bausteine der Knorpelgrundsubstanz. Dieses ist zur Zeit die wirkungsvollste therapeutische Möglichkeit, die unmittelbar an der Ursache der Knorpelschädigung / Arthroseentstehung angreift.
Alle Gelenkflächen sind schützend vom Gelenkknorpel überzogen. Dieser Gelenkknorpel schützt den darunterliegenden Knochen vor mechanischer Überlastung durch Stossdämpfung und Verminderung der Reibung.
Schäden an der Knorpeloberfläche führen zu fortschreitendem Knorpelabrieb und damit letztlich zu einer Gelenkzerstörung (Arthrose).
Jedes Gelenk ist nur so funktionsfähig und belastbar wie sein Knorpel.
Verschleißbedingte Gelenkbeschwerden, insbesondere der großen Gelenke wie Hüft- Knie- und Sprunggelenk können durch moderne Behandlungsverfahren wesentlich wirkungsvoller therapiert werden. Ermöglicht wurde dies durch neue molekularbiologische Erkenntnisse und Biotechnologien:
Hyaluronsäure ist ein Hauptbestandteil der Knorpelgrundsubstanz ( der Matrix ). Sie ist neben den Kollagenfasern bestimmend für die Festigkeit , die Elastizität und den geringen Reibungskoeffizienten des Knorpels.
Die Hyaluronsäuremoleküle lagern sich im Knorpel ein, dadurch nimmt die Wasserbindungsfähigkeit und der Wassergehalt des Knorpels zu und somit werden die viskoelastischen Eigenschaften verbessert. Dies bedeutet, der Knorpel wird stabilisiert und der spontan fortschreitende Knorpelabbau wird gehemmt, indem der Reibungswiderstand abnimmt.
Diese Hyaluronsäurepräparate können den geschädigten Gelenken per Injektion in hochkonzentrierter Form zugefügt werden.