Ambulante Operationen2018-09-26T10:02:13+02:00

Ambulante Operationen

Ambulante Operationen: an Kniegelenk, Schultergelenk, Ellenbogen und Fuß

Ein Schwerpunkt unserer orthopädischen Gemeinschaftspraxis sind ambulante Operationen. Die minimal invasiven Eingriffe finden in unserem eigenen ambulanten Zentrum statt. Sie bleiben in der Vorbereitung, während der OP und in der Nachbehandlung in Kontakt mit Ihrem behandelnden Arzt.

Ein wesentlicher Vorteil dieser weichteil- und gelenkschonenden Technik ist eine schmerzarme und schnelle Rehabilitation. Dies erleben Patienten im gewohnten Zuhause positiv.

Arthroskopie: eine schonende OP-Technik

Die Operationen an Knie und Schulter werden im Rahmen einer Arthroskopie (Gelenkspiegelung) minimal invasiv durchgeführt. Unter Verwendung nur weniger kleiner Hautschnitte kann durch diese Schlüssellochtechnik eine Sonde mit integrierter Kamera in das Gelenk eingeführt werden. Die Arthroskopie und die folgenden Operationsschritte sind nun mit entsprechend hochtechnisierten Präzisionsinstrumenten unter vollständiger Sicht auf dem Bildschirm durchführbar.

Durch die geringe Anzahl der sehr kleinen Zugänge zum Gelenk können mögliche Komplikationen extrem reduziert werden. So ist die Infektionsrate bei arthroskopischen Operationen beispielsweise wesentlich geringer als bei Operationen mit grossem Hautschnitt.

Selbstverständlich kann es erst nach gründlicher Diagnostik zur Indikation einer Arthroskopie mit entsprechenden Operationstechniken kommen. Standard vor einer Operation sind Ultraschalluntersuchungen, Röntgenaufnahmen und die Kernspintomographie. Ist die Entscheidung zur Operation gefallen, erfolgen die notwendigen Untersuchungen zur Planung der Narkose in Zusammenarbeit mit Ihrem Hausarzt und dem Narkosearzt.

Nach einer Gelenkspiegelung ist die physiotherapeutische Nachbehandlung sehr wichtig. Dabei legen wir großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit und einen intensiven Austausch mit der nachbehandelnden krankengymnastischen Praxis Ihrer Wahl. Eine engmaschige Kontrolle erfolgt durch den Operateur.

Diagnosen, die zu einer minimal-invasiven Operation des Knies führen können:

  • Innenmeniskusriß und Außenmeniskusriß

Ein Meniskus ist ein C-förmiger Puffer im Kniegelenk, der den Knorpel schützen soll. Ist der Meniskus geschädigt, kommt es oft zu lokalen Schmerzen an der Innen- oder Außenseite des Kniegelenkes.

Patienten verspüren eine Art Einklemmungserscheinung oder gar eine Blockade, so dass das Kniegelenk nicht mehr in vollem Umfang bewegt werden kann. Typisch ist auch, dass der Schmerz zeitweise wieder nachlässt, bevor er dann wieder auftritt.

Bei solchen Meniskusschädigungen stellen die meniskuserhaltenden Refixationsverfahren und Meniskusnähte sowie die Teilentfernungen die standardisierten Techniken dar

  • Knorpelverletzungen (Chondropathie) und freie Gelenkkörper

Manchmal kommt es auch zu einer Blockierung eines Gelenkes durch ein Knorpelstück, welches z.B. durch ein Trauma losgelöst wurde.

Wegen der potentiellen Gefahr des Einklemmens werden diese arthroskopisch entfernt oder angeheftet

  • Plicasyndrom des Kniegelenkes

Plicae sind Schleimhautfalten im Kniegelenk, die ein Schnappgefühl im Kniegelenk und in selteneren Fällen auch Schmerzen verursachen können.

Sollten sie dann noch zusätzlich zu korrespondierenden Knorpelschäden führen, kann eine Entfernung der Plicae sinnvoll sein

  • Arthrose
    die „Gelenktoilette“ und damit eine Art „Hausputz“ kann in Kombination mit anderen Verletzungen und Schädigungen im Knie von akuten Arthrose-beschwerden befreien. Sie ist leider keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse mehr und wird somit nur von den privaten Kassen übernommen. Gesetzlich versicherte Patienten können diese Leistung nur als Eigenleistung in Anspruch nehmen.

Diagnosen, die zu einer minimal-invasiven Operation der Schulter führen können:

An der Schulter sind Operationen sinnvoll, die nach konservativer Therapie über 6 Monate nicht verbessert werden. Führen Spritzen (Injektionen), Krankengymnastik, Stoßwellentherapie oder Akupunktur sowie NSM nicht zum Erfolg, ist eine Schulterarthroskopie sinnvoll bei:

  • Einklemmungserscheinungen des Oberarmkopfes, sog. Impingement-Syndrom.

Ist der Schultertunnel unter dem Schulterdach zu eng, kommt es typischerweise zu Schmerzen bei Überkopftätigkeit, Griff in die Hosentasche, Einsteigen in den Jackenärmel oder bei Frauen zu Schmerzen bei Öffnen und Schließen des BH´s auf dem Rücken.

Hier ist eine Erweiterung des Schultertunnels, ein sog. subacromiale Dekompressionsoperation sinnvoll, um die Sehnen wieder frei laufen zu lassen

  • Schultereckgelenkarthrose

Schmerzen oben auf der Schulter, zeitweise mit Ausstrahlung nach vorne und hinter das Ohr besonders bei Bewegungen vor dem Körper sind typisch

Bei so einer ACG-Arthrose ist die arthroskopische Resektion ggf. erforderlich

  • Kalkschulter

sind konservative Möglichkeiten wie Stoßwellentherapie und Kalkdepotneedling oder Kalkdepotabsaugung erschöpft, ist die arthroskopische Kalkentfernung Mittel der Wahl

Dies gilt auch für eine Kalkschulter, in der weitere schmerzverursachende

Veränderungen im MRT zu erkennen sind (Einengung des Schultertunnels, Arthrose des Schultereckgelenkes).

  • frozen shoulder, Schultersteife:

ist die Schulter zunehmend unbeweglich und helfen Krankengymnastik und Injektionen sowie Kapseldehnungen unter Röntgenkontrolle nicht mehr, kann eine arthroskopisch gestützte Lösung des Gelenkes vorgenommen werden (Arthrolyse), der Arm wird in der Operation frei beweglich gemacht. Hier ist insbesondere die Nachbehandlung sehr wichtig.

  • Sehnenriß/Rotatorenmanschettenruptur

Liegt ein Rotatorenmanschettenriß vor, ist die Sehne unter dem Schulterdach also gerissen, so ist eine arthroskopische Refixation oder eine Sehnennaht der gerissenen Sehne meist unumgänglich.

Eine Besonderheit stellt die minimal-invasive Operation am Ellenbogen dar.

  • Tennisarm-OP:

Bei dieser Mini-OP wird keine Gelenkspiegelung / Arthroskopie durchgeführt, sondern ein Eingriff über einen sehr kleinen Hautschnitt von ca. 1cm.

Diese Technik ersetzt die immer noch als Standard zu bezeichnende „große Operation“ mit langem Hautschnitt.

Durch dieses neuartige Verfahren (minimalinvasive Tenomyotonie) werden nach lokaler Betäubung durch einen ca. 1cm langen Hautschnitt die unter Spannung stehenden Fasern des sehnigen Muskelansatzes der Unterarmstreckmuskulatur am Ellenbogenansatz durchtrennt. Durch den nun fehlenden permanenten Zug am Knochen kann der Tennisarm zur Ausheilung kommen.

Diese Ablösung des Sehnenansatzes hat keinen Funktionsverlust zur Folge, eine Naht ist meist nicht erforderlich.

Der besondere Vorteil dieser von Dr. Bergmann entwickelten Technik der Mini-OP ist die sofortige Bewegungsfähigkeit. Eine krankengymnastische Nachbehandlung ist nicht erforderlich, nur auf starke Belastungen sollte 3-4 Wochen verzichtet werden.

Bei der herkömmlichen Methode ist meist eine mehrwöchige Ruhigstellung notwendig und eine daraus resultierende längerer Rehabilitationszeit.

Die leichteren Armbewegungen nach Operation mit der minimal invasiven Technik jedoch verhindern das Entstehen einer schmerzhaften Narbenbildung – entscheidend für eine endgültige Ausheilung.